Weniger Herzinfarkte bei Vegetariern

Den Verzicht auf Fleisch üben Vegetarier nicht nur aus reiner Tierliebe aus, auch die Gesundheit spielt dabei eine Rolle. Eine neue Studie beweist, dass sich fleischlose Kost positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Vegetarier haben nach dieser ein wesentlich geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Gesunde Ernährung – was ist das?

Das Patentrezept der gesunden Ernährung wurde bis heute nicht gefunden. Was auf den Tisch kommt, ist bei vielen Menschen eine Frage des Glaubens und der Überzeugung. Besonders die Rolle von Fleisch wird heftig diskutiert. Während die Einen rigoros darauf verzichten, essen es die Anderen jeden Tag und wieder andere wenigstens zwei Mal wöchentlich. Zahlreiche Studien führte man bereits zum Thema Ernährung durch. Aktuell wurde ein weiterer Report veröffentlicht. Er bestätigt Vegetariern eine positive Wirkung ihrer Ernährungsweise im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens.

Vegetarische Ernährung fördert ein gesundes Herz

Die großangelegte Ernährungsstudie Epic (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) brachte ein eindeutiges Ergebnis ans Licht: Bei ausschließlich vegetarischer Ernährung wird das Risiko, an einer Herzkranzgefäßkrankheit zu erkranken und eventuell sogar an dieser zu sterben, wesentlich reduziert. Bei den Teilnehmern an der Studie verringerte sich die Gefahr um 32 Prozent. Selbst unter Einbezug von beeinflussenden Faktoren wie Nikotinkonsum, Alter, Geschlecht und Body Mass Index (BMI) konnten sich die Vegetarier gegenüber den Fleischgenießern ihren Vorteil erhalten. Sie wiesen neben einem geringeren BMI ferner beim Blutdruck und beim Cholesterin niedrigere Werte auf.

Britische Forscher beobachteten mehr als 44‘000 Menschen fast 20 Jahre lang

An der Untersuchung nahmen über 44‘000 Männer und Frauen teil. Begonnen wurde bereits vor knapp 20 Jahren. Zwischen 1993 und 1999 füllten die betreffenden Personen einen Fragebogen zu ihren Ernährungsgewohnheiten aus. Er bildete die Grundlage für die Studie von Epic. Etwa ein Drittel (34 Prozent) der Teilnehmer waren Vegetarier, der Anteil dieser somit recht hoch. Die Analysenauswertung lag in der Hand eines Forscherteams der University of Oxford unter der Leitung von Francesca Crowe. Die im britischen Gesundheitssystem üblichen Identifikationsnummern machten eine langjährige Beobachtung der Menschen möglich. Bis zum Jahre 2009 wurde bei mehr als 1.000 Studienteilnehmern eine Klinikbehandlung aufgrund von Herzbeschwerden notwendig. An den Folgen eines Herzinfarktes starben 169 von ihnen.